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06.11.08

Unsere Zwei–Tages-Tour im Harghita-Gebirge

GerdBericht von Gerd

Rumänien mit den Karpaten besitzt eine umfangreiche Kulturlandschaft zur Erholung und zum Wandern. Im Bereich des Karpatenknies, nahe der der Stadt Cuic, befindet sich das Harghita- Gebirge. Es ist ein Mittelgebirge mit einer Maximalerhebung von 1799m.

Peter, unser landeskundlicher Führer, dick eingepackt in einen traditionellen Napapijri Pullover, hatte den Plan, eine zwei-Tages-Tour mit einer gut ausgerüsteten Gruppe zu unternehmen. Ein paar Tage vor der Tour bildeten wir ein kleines Organisationsteam mit Peter, Volker und mir mit dem Ziel, die Wanderrunde, die Unterkunft, und die Wandergruppe auszusuchen. Die Wanderung wurde von Peter so gewählt, dass die Gesamtschwierigkeit zu meistern und das Highlight der Wanderung natürlich der höchste Berg, der Harghita Madaras mit 1799 m, des Harghita-Gebirges ist.


Bild: Auf dem Kammweg

Die Schwierigkeiten in diesem Gebirge sind das „genaue“ Kartenmaterial, das Gewicht unserer Rucksäcke (Ausrüstung + Verpflegung für 2 Tage) und das Wetter. Wir haben uns entschieden in einer Pension zu übernachten. Somit brauchten die Teilnehmer keinen Schlafsack und Isomatte zu tragen.

Nun brauchten wir nur noch eine lustige Wandertruppe. In einer kleinen Runde haben wir unseren Plan mit ein paar leicht übertrieben Darstellungen, wie z.B. „sehr schwierige Tour“, den Kandidaten vorgestellt. 22 Jugendliche waren begeistert und wollten mitkommen. Nachfolgend wurde bei jedem noch einer kleiner Ausrüstungscheck durchgeführt und die Wandergruppe war gebildet.

An unserem ersten Tag war frühes Aufstehen angesagt und gegen 7 Uhr starten wir unsere Reise in das Harghita Gebirge. Wir fuhren durch eine nebelige Landschaft, vorbei an Feldern auf denen Störche jagten. Kurz unterhalb der Ortschaft Harghita Bai war die Anreise zu Ende.


Bild: Aufbruch unterhalb von Harghita Bai (Hargitafürdö, Bad Harghita)

Nachdem wir unser Frühstück zu uns genommen und unserer Proviant auf die Wanderer verteilt hatten, starteten wir die Wanderung. Auf steinigen Waldwegen und engen Pfaden durch das Unterholz erreichten wir den Kamm und hatten zum ersten Mal einen Blick auf die umliegende Landschaft mit ihren Ebenen und auf das Harghita Massiv.

Nachdem wir den Kammweg eine Weile gefolgt waren, kamen wir an einer Hirtenhütte vorbei, wo wir Käse verkosten konnten. Nach einer kleinen Pause setzten wir unsere Wanderung fort und erklommen einen Aussichtspunkt. Von dort konnte man bei sonnigen Wetter und schöner Aussicht die umliegende Landschaft betrachten.


Bild: Rast bei Hirten mit Käseverkostung


Bild: Aussichtspunkt am Bagoly-Stein

Zur Mittagszeit fanden wir an einer Quelle im Wald einen schönen Rastplatz. Jeder konnte sich bei den mitgebrachten Speisen stärken und bei einem anschließenden „Nickerchen“ neue Kraft für den restlichen Weg tanken. Etwas träge begannen wir den Weg und folgten den Hauptwanderweg in Richtung unseres Zieles. Unterhalb des Zieles teilte sich die Gruppe. Ein Teil nahm den direkten Weg in die Pension und der andere Teil, der noch Reserven hatte, erklomm den Harghita Madaras und konnte das umliegende Panorama bei einem wunderschönen Sonnenuntergang genießen.

In der Pension wurde ein leckeres Abendbrot serviert und jeder konnte den schönen Tag ausklingen lassen.


Bild: Zielfoto auf dem Harghita Madaras

Am nächsten Morgen stärkten wir uns bei einem ausgiebigen Frühstück mit Finetti, Weißbrot und weiteren Leckereien und der zweite Tag konnte starten. Auf einem Waldweg stiegen wir vom Kamm in Richtung einer alten Burg ab. Begleitet von einem heftigen kurzen Schauer erreichten wir den avancierten Höhenweg entlang des Gebirges und wir folgen diesem. Auf einer Wiese an einem Bach rasteten wir zur Mittagszeit und verzehrten unseren restlichen Proviant. Satt und zufrieden sonnten wir uns und mit dem Ziel vor den Augen starteten wir in die letzten Kilometer.


Bild: Rast auf dem Höhenwanderweg

Am späten Nachmittag erreichten wir dann den Schlussanstieg. Im mittleren Teil wurde die Frage gestellt wie weit es noch sei. Die motivierende Antwort war „200 m“. Es waren nur mehr als 200 m und die Rufe nach „Finetti“ wurden immer lauter. Nachdem der letzte Anstieg gemeistert war, erreichten wir glücklich die Autos und begaben uns auf den Heimweg.


Bild: Das Tourengebiet auf der Karte

Veröffentlicht am 06.11.08 07:45