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06.11.08

Bericht von Berit

BeritRumänien-Turia. Darauf gekommen bin ich durch Rüdiger und die genialsozial-Jurysitzung auf Gut Frohberg. Die Leute, die Atmosphäre fand ich ganz nett und habe mir schnellstmöglich einen Zettel mit „JA, ich möchte aktiv werden“ gekrallt. Als dann noch von einem Sommercamp in Rumänien die Rede war, mit Menschen verschiedener Geschichten, aus Rumänien und Deutschland und gaaanz viel Natur war ich dann vollends begeistert. Für mich kleines Natur-Menschen-ReiseMädel ist so was schon ne spannende Sache- Aufregung pur, unbekannte Leute und dann mit denen rinn in de Karre und ab die Post. Mein erster Urlaub ohne Mami und Papi.

Meine Güte, hat mich die Landschaft begeistert, es hat mich begeistert, einfach auf irgendeine Wiese (die ja dann zum Dorf, zur heiß geliebten Heimat wurde) zu gehen und sich dort einzurichten. Es hat mich begeistert GEMEINSAM zu leben, Rücksicht zu nehmen, Freundschaften zu knüpfen und menschliche Phänomene zu beobachten, die einem sonst wahrscheinlich nicht auffallen. Einfach zu entdecken, wie verschieden die Menschen sind, sich alles selber zu bauen und sich auch durch gemeinsamer Arbeit und Hilfe näher zu kommen.

Ich konnte sehen und spüren, wie sich alle im Camp nach und nach öffneten, wie als wenn man einem Gänseblümchen von morgens bis abends zuschaut und die Veränderungen bemerkt. Ich bin so intelligenten und offenen Leuten begegnet wie nie zuvor, habe Gespräche geführt, die mich unglaublich bereicherten. Phantastisch zu sehen, wie unvoreingenommen man doch leben könnte, wie man sich verstehen kann, egal wie alt, woher und wie man aussieht und denkt. Man konnte sein Leben von oben betrachten und in Ruhe reflektieren, nachdenken, kreativ sein. Das Lagerfeuersingen, die Spiele, die Workshops und interessanten Seminare, der Sternenhimmel, juhu, dass es so was noch gibt, der Morgenkreis, das „Szia Berit, Hogy vagy?“, egal zum wievielten mal man sich an dem Tag schon begegnet war, das morgentliche, eigentlich nett gemeinte Wecktrommeln und „jò reggelt“, das einen dann doch bei den Morgenmuffeln etwas unbeliebt machte: wunderbar und absolut gut tuend für Körper und Seele.

Geliebt oder gehasst, auf jeden Fall von Elton mit dem Schirm gesungen: die Camp-Klassiker. Verbrochen haben's Diana (LOVE) und Rüdiger (Wenn sich die Igel küssen...) nun, ob nun geheiligt oder verflucht, im Nachhinein war's ja doch nicht so schlimm. Immerhin hatte man nie Langeweile wenn man neben Elton im Klohäusle saß und las. Die Klo-s/Zeitungen waren sowieso der Renner, Braklo, Klonantial Times und Co haben etliche Sitzungen verlängert und verschönert. Auch wenn Überschwemmung, Sturm, Bären und Zigeuner nebenan für Aufregung sorgten und ein direkt ins Ohr gebrülltes JENÖ doch ein wenig gewöhnungsbedürftig war, hat es doch nicht gestört. Irgendwie fand man alles doch wieder lustig.

Und zusammenfassend kann ich sagen: Turia, szeretlek- ich liebe dich. Und alle/s, die/was ich damit verbinde.

Veröffentlicht am 06.11.08 07:20