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03.09.06
Die Berichte der Deutschen
Von Andreas Natuschke: „Ich hab wieder gemerkt, wie viel Spaß es allen gemacht hat, so völlig neue Tätigkeiten, wie eine Kochstelle bauen und überdachen, Klohäuschen zimmern und Plätze zum Volleyball- und Fußballspielen herzurichten und das ganze in nur ein bis zwei Tagen. Da musste eben auch mal geklotzt werden.“
Von Markus Wagner: „Essen einmal ganz anders zubereitet, viele Getränke, Schafe melken, die Hütte, in welcher wir schliefen, aßen, in der unser Essen gemacht wurde und in der sich das ganze Sommerleben der Hirten abspielt, ein Bärenangriff in der Nacht und zu dritt nebeneinander schlafen auf gefühlter Breite von einem Meter.“
Von Barbara Likus: „Wie jetzt? Ungarn oder Rumänien, das scheint sich zu widersprechen, aber da trügt der Schein, denn die Jugendlichen kommen alle aus dem Gebiet der ungarischen Minderheit, deshalb bezeichnen sie sich auch als Ungarn und sind keine Rumänen.“
Von Sophia Liehn: „Die Seminare gaben uns die Möglichkeit mehr über das Land und seine Geschichte zu erfahren, wie z.B. die Geschichte von Nicolai Ceausescus, die mich am meisten faszinierte.“
Von Gerd Baumann: „Besonders berührend war für mich ein intensives Gespräch mit Öcsi, einem Roma, den seine Eltern im Kinderheim abgegeben haben, (›im Schlafraum waren wir 53, immer 3 in einem Bett‹)“
Von Philipp Richter: „Besonders toll fand ich das tägliche Programm vor dem gemeinsamen Frühstück: ›Start in den Tag‹! Da wurden Lieder gesungen und eine kleine Geschichte in zwei Sprachen erzählt.“
Von Imke Günther: „Weiterhin wurden inhaltlich sehr interessante Seminare angeboten, die jeweils zweisprachig waren. Europa, Rechtsextremismus in Deutschland heute, Minderheiten in Rumänien. Zum Thema NS-Zeit habe ich ein Seminar angeboten, welches diese Zeit in relativ einfachen Zügen beschrieben hat.“
Von Philipp Hering: „Eine persönliche Herausforderung war es, eine Nacht bei Hirten zu verbringen. Menschen die von Frühjahr bis Herbst mit ihren Tieren in der wilden Natur leben und dabei glücklich sind. Ein einfaches Leben ohne viel Schnickschnack, zwar mit Problemen, aber meiner Meinung nach intensiver. “
Von Tobias Kaul: „Am Wichtigsten war für mich, mehr über die Zeit unter Ceausescu zu hören, von der ich schon einiges wusste, mir vieles aber neu war, zum Beispiel die Rolle seiner Frau und die mediale Beeinflussung über Bücher, die sie angeblich geschrieben haben soll, obwohl sie Analphabetin war.“
Veröffentlicht am 03.09.06 17:24



