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03.08.05
Vorwort
Mit beeindruckenden und überzeugenden Engagement junger Leute fand am 12.07.05 erstmals der Soziale Tag in Sachsen statt. Schüler arbeiteten einen Tag für Kinder und Jugendliche der Roma Minderheit in Mazedonien um deren Lebensbedingungen zu verbessern.
Toll, dass sich ca. 15.000 sächsische Schüler dazu motivieren ließen.
Aber was wissen wir eigentlich über den Balkan und die Menschen dort? Wie leben sie, was bewegt sie und was prägt ihre Geschichten?
Unmittelbare Begegnungen und Erfahrungen vermitteln mehr als Berichte und Bilder in Zeitungen oder TV. Verstehen differenzierter und komplizierter Zusammenhänge, Identifikationsmöglichkeiten und Beziehungen entstehen und prägen nachhaltig.
Nicht in Mazedonien aber dafür in Rumänien fand aus diesem Grund unser Begegnungscamp statt.
75 Menschen aus völlig unterschiedlichen sozialen Gruppen, mit verschiedenem kulturellem Hintergrund und sehr verschiedenen Lebensperspektiven begegneten sich und gestalteten eine internationale Dorfgemeinschaft.
Junge Leute die in einem rumänischen Kinderheim aufwuchsen, Menschen die funktionierende Familien erleben durften, Jugendliche die grade ihr Abitur gemacht haben und denen die Welt offen steht, sowie junge Leute, die heute nicht wissen ob sie morgen einen Euro verdienen werden, um sich das Nötigste zum Leben leisten zu können - bunter und verschiedener hätte unsere Dorfgemeinschaft wohl kaum sein können.
Dort wo nichts war als eine Wiese, ein Bach und ein abbruchreifes altes Lagerhäuschen, entstand unser Dorf. Jeden Tag wurde es komfortabler und jeder von uns trug dazu bei, dass der andere sich Wohlfühlen konnte. Welch ein Glück, dass wir die Fuhre Bretter vom Sägewerk hatten und welch ein Glück, dass so viele begabte Hände zimmerten und bauten, was wir zum Leben brauchten.

Bild: Morgens kamen uns die Kühe wecken
Es nicht viel ist, was man zum Leben braucht, haben wir dabei immer wieder festgestellt. Und dass das Glück nicht unbedingt möbliert wohnt, erfuhren wir beim singen, erzählen, tanzen, spielen, kochen, arbeiten, wandern, an langen Nächten am Feuer und wenn wir eng beieinander im großen Zelt saßen und der Regen eine Melodie aufs Dach trommelte.
Ich kann nur sagen – es war schön, richtig schön und jeder und jede von Euch hat dazu beigetragen. DANKE an alle Bewohner von Camp Turia.
Danke an die Jugendinitiative Feherlofia in Rumänien, das wir mit Euch unterwegs sein konnten und Danke allen Unterstützern, Helfern und Sponsoren.
Rüdiger Steinke
Veröffentlicht am 03.08.05 15:41
