Seminarberichte

Neben Herz und Körper (Klos bauen, Wasser schleppen und Volleyball spielen) hat das Leben im Camp auch unseren Geist berührt. Hier findest du die Zusammenfassungen unserer Seminare.

In der Vorstellungsrunde
Bild: In der Vorstellungsrunde

Veröffentlicht am 17.08.05 um 17:46 Uhr

Seminarbericht Frauenrollen

EvelynLydiaDie Vorbereitung des Seminars über die „Frauenrollen“ in Rumänien ist uns nicht leicht gefallen, da wir bereits in den ersten Vorbereitungsgesprächen sehr schnell an unsere Grenzen bezüglich unserer eigenen Sicht der Rolle der Frau – auch in der westlichen Welt - stießen.

Das Sozialgefüge und die gesellschaftliche Stellung der Frau in Rumänien ist durch vielfältige äußerliche Faktoren beeinflusst, die schon im Land an sich sehr unterschiedlich ausfallen und natürlich äußerst verschieden, wenn nicht gar widersprüchlich zu unseren Erfahrungen mit „Emanzipation“ sind. Haben wir in Deutschland eine relative Gleichsetzung der Rolle der Frau mit dem Mann, so sind in Rumänien zahlreiche Parallelwelten aktiv, die je Lebensbereich eine andere Aufgabenstellung der Frau vorsehen.

Frauen aus dem Dorf bereiten den Kuchenteig zu
Bild: Frauen aus dem Dorf bereiten den Kuchenteig zu

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Veröffentlicht am 27.08.05 um 10:05 Uhr

Seminarbericht zur Ceaucescu-Diktatur

Rüdiger SteinkeUm die heutige Situation in Rumänien verstehen zu können, kommt man nicht umhin, die Zeit und Epoche der Prägung des Landes durch den Diktator Nikolai Ceausescu und seine Frau, genauer zu betrachten.

Wie konnte es zu einer derartigen Machtballung in der Hand zweier Menschen kommen und welche psychopatischen Wahnvorstellungen trieb sie dazu, die Bevölkerung in Armut, Elend und Angst zu treiben?

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Veröffentlicht am 06.09.05 um 08:37 Uhr

Seminarbericht „Lebensläufe“

Richard OttViele Wege führen nach Turia

Woher kommst du? Wohin wirst du gehen? Welche Erfahrungen haben dich geprägt? Was willst du in deinem Leben erreichen? All diese Fragen können so viel über die Menschen ans Licht bringen, die sie beantworten. Und doch habe ich bisher nur wenigen Menschen diese Fragen gestellt. Sicherlich deswegen, weil es irgendwie komisch wirkt, ein Gespräch etwa beim Kaffeetrinken ´mal eben in diese Richtung zu lenken.

Im Camp haben wir uns zusammengesetzt, um uns genau darüber zu unterhalten. Ob das wohl funktionieren würde? Rumänische Waisenkinder und (vergleichsweise) wohlbehütete deutsche Jugendliche in einer gemischten Gruppe mit Sprachbarriere und Übersetzern? Und ob es funktionierte! Wie so vieles andere in diesem wunderbaren Camp klappte es sogar viel besser als ich je erwartet hätte.

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Veröffentlicht am 08.09.05 um 12:10 Uhr

Seminarbericht: Zigeuner in Rumänien

Theresa und FabianIn Rumänien gibt es ein großes Spektrum von Zigeunergruppen mit ganz unterschiedlichen Namen. Sie leben als Minderheiten sowohl in guten als auch in weniger guten Verhältnissen mit der Mehrheitsbevölkerung Seite an Seite. Einerseits begegnen uns in bunte Trachten gekleidete, wohlhabende und sehr traditionell lebende Roma-Gruppen wie etwa die Cortorari oder Gabor, welche zum Beispiel die eigene Muttersprache Romani pflegen und zum Teil in prachtvollen Häusern entlang der Hauptstraßen ihren Reichtum präsentieren. Andererseits gibt es aber auch sehr viele durch Armut und sozialen Notstand geprägte Familien wie etwa bei den Kherutne, die aufgrund von Ausgrenzung und Diskriminierung kaum Chancen auf gute Bildung und gut bezahlte Arbeitsplätze haben. Daher wohnen sie oft in kleinen Lehmhütten in Siedlungen am Rande der Dörfer und Städte und bangen nicht selten um das tägliche Brot. Politische Zigeuneraktivisten in Rumänien haben es sehr schwer, die oft untereinander konkurrierenden und sich nur selten gegenseitig Unterstützung zubilligenden Gruppen an einen Tisch zu bekommen.

Während des Seminars
Bild: Während des Seminars

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Veröffentlicht am 11.09.05 um 09:45 Uhr