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06.09.05

Campbericht von Lydia Haferkorn

Internationales Jugendcamp in Rumänien, Juli 2005

Lydia Als ich das erste mal mit dem Projekt der Sächsischen Jugendstiftung in Berührung kam, war mir noch nicht vollkommen klar, was (und wer) mich in diesen 16 Tagen erwarten würde. Das Resümee im Rückblick kann lediglich lauten: Es hätte nicht besser, schöner, eindrucksvoller, intensiver, lebhafter, spannender, amüsanter, ... sein können.

Der Gewinn, den ich für mich persönlich und mein zukünftiges Leben aus dieser wertvollen (und hoffentlich nicht letzten!) Erfahrung ziehen kann, ist in Worten nur zu umreißen.

Die Begegnung mit so vielen verschiedenen Menschen in den unterschiedlichsten Lebensphasen und -situationen öffnet Grenzen und baut Brücken. Man lernt, das eigene Leben, seine Gewohnheiten, heimatliche Gesellschaftsstrukturen und Wertvorstellungen aus anderer Perspektive zu betrachten, diese zu vergleichen und beurteilen - was in einem Projekt in einer „westlich zivilisierten industriellen Profit- und Konsumgesellschaft" meiner Meinung nach nicht auf diese Weise realisierbar gewesen wäre.

Es war faszinierend mitzuerleben, wie binnen zwei Tagen ein komplettes Dorf entstand, alle gemeinsam ein Ziel verfolgten: 14 Tage unvergesslichen, ganz besonderen Urlaub zu erleben.

Nicht nur die zahlreichen Seminare sondern auch kleine Spiele zwischendurch, interessante Gespräche (trotz Sprachbarriere ...) und gemeinsame Aktivitäten wie wandern, Volleyball, das allabendliche Lagerfeuer oder der Morgenkreis gaben ein Gefühl des Verbundenseins.

Dabei stand der gegenseitige Austausch im Vordergrund - kein Egozentrismus, keine Selbstherrlichkeit.

Auch bei unseren Ausflügen (exemplarisch: Turia) konnten wir Einblicke in das traditionelle Alltagsleben der Rumänen erhalten. Es begegnete uns unbeschreibliche Offenheit und Freundlichkeit - die ihren Ausdruck zum Beispiel im Trampen per Pferdewagen fand.

Im Fazit kann ich nur immer wieder betonen, dass es für mich ein wundervolles, großartiges Erlebnis war - an dem ich hoffe im nächsten Jahr wieder teilhaben zu können.

Von Lydia Haferkorn

Veröffentlicht am 06.09.05 08:46